Silvester in Edinburgh – Hogmanay zwischen Gänsehaut, Dudelsack & Feuerwerk
Oh mein Gott. Silvester in Edinburgh stand schon länger auf meiner inneren „Irgendwann-machen-wir-das“-Liste. Und dann hat plötzlich alles gepasst: gute Flüge, Jahreswechsel, Lust auf Tapetenwechsel und diese leise Stimme im Kopf, die sagt: „Mach doch mal was anderes als Raclette auf dem Sofa.“ Gesagt, getan. Vom 27. Dezember bis 1. Januar ging es für uns nach Edinburgh, mitten rein ins berühmte Hogmanay, wie Silvester in Schottland heißt.
Spoiler vorweg: Es war voll. Sehr voll. Aber auch unfassbar schön. Und ja, ich würde es wieder tun. Mit ein paar Learnings.
Warum Silvester in Edinburgh? Hogmanay kurz erklärt
Hogmanay ist nicht einfach nur Silvester. Hogmanay ist ein mehrtägiges Festival, tief verwurzelt in der schottischen Kultur. Historisch gesehen sogar wichtiger als Weihnachten. Es gibt Konzerte, einen riesigen Fackelumzug, Straßenpartys, Dudelsäcke, Kilt-Träger und ein Feuerwerk vor der Kulisse des Edinburgh Castle. Klingt kitschig? Ist es auch. Aber auf die gute Art.
Wenn du eine Silvesterreise nach Schottland planst, ist Edinburgh honestly der Place to be.
Ankommen & erster Eindruck – Wintermärchen mit Kopfsteinpflaster
Unser erster Abend war unspektakulär. Ankommen, Hotel, Essen bestellen, schlafen. Und das war auch gut so. Edinburgh ist im Winter kalt, windig und irgendwie immer leicht feucht. Die Steine glänzen ständig, egal ob es regnet oder nicht. Aber genau das gibt der Stadt diesen mystischen Vibe.
Am nächsten Tag dann: zu Fuß losziehen. Und das ist wirklich der beste Weg, Edinburgh zu entdecken.
- Hauptstadt von Schottland
- sehr kompakt
- extrem historisch
- überraschend hügelig
- überall Fotospots
Man läuft durch die Altstadt, vorbei an Kirchen, engen Gassen, alten Häusern. Dudelsackspieler stehen an jeder Ecke. Leute tragen Kilts. Weihnachtsbeleuchtung hängt noch überall. In den Princes Street Gardens ist ein großer Weihnachtsmarkt mit Riesenrad und Kettenkarussell.
Essen in Edinburgh – unsere persönlichen Tipps
Essen ist auf Reisen immer so ein Thema. Gerade mit Glutenunverträglichkeit. Spoiler: Edinburgh ist dafür ziemlich gut geeignet. Einen Blog-Artikel zum glutenfrei reisen in Edinburgh und Schottland findest du hier.
Unsere getesteten Restaurants
Loudons Fountainbridge
Wir waren zweimal dort frühstücken. Sehr gutes Zeichen. Mein Highlight: Wild Mushroom Toast. Mega lecker, gemütlich, perfekter Start in den Tag.
Maki & Ramen
Wir lieben japanisches, thailändisches und vietnamesisches Essen. Sehr nette Bedienung, tolle Ramen. Sushi sah am Nachbartisch brutal gut aus. Hatten wir aber nicht.
Pho
UK-Kette. Immer eine sichere Bank. Gerade wenn man nicht experimentieren will.
Los Amigos
Ein Südamerikanisches Steak-Restaurant. Wir wollten mal etwas anderes. Sehr solide.
Auf unserer Liste fürs nächste Mal
- Hula – Frühstück
- Mr Wood Fire – Pizza
- Non Viet Vegan Restaurant
- Bella Italia – Edinburgh Northbridge
- Thai Express Kitchen
Tagesausflug in die Highlands – absolute Empfehlung
Wir haben diese Highlandtour über GetYourGuide gemacht und ich würde sie immer wieder buchen, gerade rund um Silvester. Edinburgh ist zu der Zeit extrem voll und die Touren sind schnell ausgebucht.
👉 Hier geht’s zur Tour:
https://www.getyourguide.de/edinburgh-l44/von-edinburgh-aus-tagestour-nach-glenfinnan-glencoe-und-in-die-highlands-t420965/
Unser Guide war gleichzeitig Fahrer, Entertainer und Rätsel. Sein schottischer Akzent war… intensiv. Wir haben vielleicht 20 Prozent verstanden. Aber egal. Stimmung top.
Highlights:
- Glenfinnan Viaduct aka Harry-Potter-Zugstrecke
- Glencoe
- Highlands
- unfassbare Landschaft
Wetterglück deluxe: kalt, klar, kaum Regen. Absolute Empfehlung, auch wenn man lange im Bus sitzt.
Glasgow – ehrlich, nicht unser Highlight
Wir haben einen Tagesausflug nach Glasgow gemacht. Zugfahrt ca. 40 bis 70 Minuten, hin und zurück um die 20 Euro.
Kurzfassung:
Edinburgh hat uns deutlich besser gefallen.
Glasgow ist größer, weiterläufiger, weniger kompakt. Es gibt coole Ecken, keine Frage:
- University of Glasgow – sehr Hogwarts-Vibes
- Glasgow Necropolis – schöner Blick bei Sonnenuntergang
- Kelvingrove Park – riesig, bestimmt toll im Sommer
- Hillhead mit hübscher Restaurantstraße
Aber insgesamt war es für uns eher so: nett, aber kein Must-See bei kurzer Reisezeit.
Silvester in Edinburgh – Hogmanay live erlebt
Jetzt zum großen Finale.
Tickets & Organisation
- Eintritt ca. 30 Euro
- vorher buchen
- man bekommt per Mail einen festen Eingang – wichtig ernst nehmen
Wir waren gegen 21.30 Uhr dort. Rückblickend wären wir fast lieber am Anfang mit Seitenblick auf Schloss stehengeblieben, denn:
- sehr wenige Toiletten
- kaum Getränkestände
- extrem lange Schlangen
Ab 23 Uhr bewegt sich nichts mehr. Gar nichts. Also such dir vorher einen guten Spot.
Feuerwerk & Stimmung
Punkt Mitternacht:
Feuerwerk über dem Schloss.
Ca. 10 Minuten.
Musikalisch begleitet.
Sehr schön. Sehr ruhig.
Und dann?
Es ist vorbei. Alle gehen entspannt nach Hause. Kein Geböller, kein Chaos, kein Stress. Nicht mal betrunkene Briten, das war wirklich sehr entspannt.
Praktische Tipps für deine Silvesterreise nach Edinburgh
- Unterkünfte früh buchen
- Touren vorab reservieren
- Bequeme Schuhe
- Warme, winddichte Kleidung
- Kreditkarte reicht überall
- Geduld mitbringen
Fazit: Lohnt sich Silvester in Edinburgh?
Kurz: Ja.
Lang:
Wenn du Lust auf eine besondere Silvesterreise hast, ohne Böllerkrieg, mit Kultur, Geschichte, Musik und einer sehr einzigartigen Atmosphäre, dann ist Edinburgh zu Hogmanay eine großartige Wahl.



