Meilen sammeln leicht erklärt
So reist du günstiger mit Kreditkarten, Payback & Co. ✈️
Hand aufs Herz: Ich dachte lange, Meilen sammeln ist super kompiziert und in der Business-Class sitzen sowieso nur reiche.
Spoiler: das stimmt nicht. Du kannst das auch.
Meilen sammeln geht auch ganz entspannt im Alltag. Einkaufen und Payback Punkte sammeln, Reisen buchen, Rechnungen zahlen und dabei die richtige Kreditkarte nutzen etc.. Dinge, die du eh machst. Nur eben mit System. Und genau das macht es so spannend.
Dieser Artikel ist dein Überblick zum Thema Meilen sammeln. Ohne Fachchinesisch, ohne Excel-Hölle. Dafür mit einem klaren Fokus auf Kreditkarten wie Amex, Payback-Punkte und Alternativen wie Revolut.
Perfekt als Einstieg. Einzelne Deep-Dives folgen dann hier im Blog. Versprochen.
Warum sich Meilen sammeln wirklich lohnt
Kurzfassung: Du tauschst Ausgaben, die du sowieso hast, gegen Reisen ein.
Das kannst du für Meilen und mit „Spezial-Kreditkarten“ bekommen:
- kostenlose oder stark vergünstigte Flüge
- Upgrades in die Premium Economy oder Business Class
- Hotelübernachtungen, Lounge-Zugänge, Extra-Gepäck
- mehr Flexibilität bei teuren Langstreckenflügen
Der größte Aha-Moment kommt meist beim ersten Prämienflug. Da sitzt du im Flieger und denkst:
„Das glaubt mir keiner, dass ich dafür fast nichts bezahlt habe.“
Was sind Meilen eigentlich?
Meilen sind Bonuspunkte von Vielfliegerprogrammen. In Europa ist das bekannteste Programm Miles & More von Lufthansa & Partner-Airlines.
Du sammelst Meilen durch:
- Flüge
- Kreditkartenumsätze
- Shopping-Partner
- Punkteprogramme wie Payback
Diese Meilen kannst du später einlösen. Für Flüge, Upgrades oder Sachprämien.
Wichtig: Der Wert einer Meile hängt stark davon ab, wofür du sie einlöst. Genau deshalb ist Strategie so wichtig.
Die wichtigste Grundlage: Kreditkarten 💳
Wenn du nur eine Sache aus diesem Artikel mitnimmst, dann diese:
👉 Meilen sammelt man heute nicht mehr primär durch Fliegen, sondern durch Kreditkartenumsätze.
1. American Express
Wenn es die eine Kreditkarte gibt, die im Meilen-Game in Deutschland fast immer genannt wird, dann ist es die American Express Platinum Card.
Nicht billig, aber extrem stark, wenn du die Vorteile wirklich nutzt. Und genau darum geht’s.
✈️ Wie viele Meilen sind mit der Amex Platinum möglich?
Membership Rewards Punkte sammeln
- 1 Punkt pro 1 € Umsatz bei jedem Kartenumsatz
- keine Deckelung
- Punkte verfallen nicht, solange die Karte aktiv ist
Umwandlung in Meilen
Membership Rewards lassen sich flexibel in Vielfliegerprogramme übertragen, zum Beispiel:
- Miles & More
- Flying Blue
- British Airways Executive Club (Avios)
- Emirates Skywards
- Singapore Airlines KrisFlyer
👉 Üblicherweise im Verhältnis 2:1, 5:4 oder 3:2, je nach Programm
👉 regelmäßig Transfer-Boni von 20–40 %, was den Meilenwert massiv erhöht
Realistisch betrachtet:
- 30.000 € Jahresumsatz ≈ 30.000 Punkte
- mit Bonusaktionen oft 20.000–25.000 echte Flugmeilen
- plus Willkommensbonus obendrauf von aktuell bis zu 85.000 Punkten
💎 Die wichtigsten Vorteile der Amex Platinum im Überblick
💳 Guthaben, die die Jahresgebühr relativieren
Viele unterschätzen, wie viel hier zusammenkommt:
- 150 € Restaurantguthaben
gültig in ausgewählten Restaurants in Deutschland - 200 € Online-Reiseguthaben
für Flüge, Hotels oder Mietwagen über Amex Travel - 100 € Shoppingguthaben
z. B. bei Marken wie Mr Porter, Breuninger & Co. - 200 € SIXT Ride Fahrguthaben
perfekt für Flughafentransfers oder Kurzstrecken in Großstädten
Allein diese Guthaben ergeben 650 € Gegenwert pro Jahr.
Die Jahresgebühr liegt bei 720 €. Wenn du die Benefits der Karte auch nutzt, lohnt sich das Ganze.
🛫 Airport Lounges weltweit
- Priority Pass Prestige inklusive
- Zugang zu 1.400+ Lounges weltweit
- für dich plus eine Begleitperson
Wert laut Anbieter: ca. 459 € jährlich
Realwert: unbezahlbar bei Verspätungen, langen Layovers und schlechten Flughafen-Cafés.
🏨 Hotel- & Reisevorteile
- Zugang zu Fine Hotels & Resorts
oft inklusive Frühstück, Zimmer-Upgrade, Late Check-out - Statusvorteile bei Hotelketten
- bevorzugte Behandlung bei vielen Partnerhotels
Gerade auf Fernreisen ein echter Gamechanger.
🛡️ Umfangreiche Reiseversicherungen
Inklusive, ohne extra Abschluss:
- Reiserücktrittsversicherung
- Reiseabbruchversicherung
- Auslandskrankenversicherung
- Gepäckversicherung
- Mietwagen-Vollkasko
- europaweiter Kfz-Schutzbrief
🚗 Mobilität & Extras
- Mietwagen-Upgrades bei Partnern
- Ticket-Vorverkauf & Event-Zugänge
- Concierge-Service für Reisen, Restaurants & Events
💡 Für wen lohnt sich die Amex Platinum wirklich?
Ja, wenn du:
- regelmäßig reist
- viel online oder beruflich zahlst
- Meilen strategisch sammeln willst
- Guthaben aktiv nutzt
Eher nein, wenn du:
- kaum reist
- fast alles bar oder per EC-Karte zahlst
- dich nicht mit Meilen beschäftigen willst
Skeptisch betrachtet ist sie kein Selbstläufer.
Aber genutzt wie gedacht ist sie ein extrem starkes Tool.
🧠 Warum die Amex Platinum perfekt fürs Meilen sammeln ist
- flexible Punkte statt Airline-Abhängigkeit
- kombinierbar mit Payback & anderen Programmen
- hoher Willkommensbonus möglich
- der einfachste Weg, um deinen Business-Class Traum zu verwirklichen
Hier kannst du die American Express Karte beantragen.*
2. Payback Punkte clever nutzen
Payback ist der heimliche Meilen-Booster. Viele nutzen es für Einkaufsgutscheine. Das ist nett, aber nicht optimal.
Payback Punkte lassen sich im Verhältnis 1:1 in Miles & More Meilen umwandeln. 2 Mal im Jahr gibt es zusätzlich noch einen Umwandlungsbonus von 25%.
Beispiel:
- 10.000 Payback Punkte = 10.000 Meilen; mit Bonus sogar 12.500 Meilen
Du sammelst Payback Punkte durch:
- Einkäufe bei Partnern wie EDEKA, dm oder Amazon
- Online-Shopping
- Payback Kreditkarten
Hier kommen allein durch Alltagsausgaben relativ leicht Punkte zusammen, die du sehr einfach in Meilen umwandeln kannst.
3. Revolut als Alternative oder Ergänzung
Revolut bietet erstmal sehr gute und günstige Kreditkarten* an, die besonders fürs Reisen spannend sind. Mit der Einführung von RevPoints gibt es außerdem auch hier eine gute Möglichkeit Punkte im Alltag zu sammeln die dann im 1:1 Wechselkurs in Avios (Meilen) eingetauscht werden können.
Revolut* bietet je nach Tarif:
- Punkte- oder Cashback-Modelle
- teilweise Kooperationen mit Reiseprogrammen
- extrem gute Wechselkurse auf Reisen
Perfekt als:
- Reisekarte im Ausland
- Ergänzung oder mit Revolut Ultra auch als Alternative zu Amex oder Miles & More Kreditkarten
- Backup, wenn Amex nicht akzeptiert wird
Welche Meilenprogramme sind relevant?
Für den Einstieg reichen diese:
- Miles & More
ideal für Europa, Lufthansa, Swiss, Austrian - Flying Blue
gut für Promo Awards und Langstrecke - British Airways Executive Club
Avios-System, spannend für Kurzstrecken
Welche Programme für dich sinnvoll sind, hängt stark von deinem Reiseverhalten ab. Auch dazu kommt ein eigener Artikel.
Typische Anfängerfehler beim Meilen sammeln
Ich sag’s dir ehrlich, damit du sie nicht selbst machst:
- Punkte zu früh einlösen
- Meilen für schlechte Prämien verschwenden
- mehrere Programme gleichzeitig starten ohne Strategie
- Ablaufdaten ignorieren
- Kreditkarten kündigen, bevor der Bonus sicher ist
Skeptisch sein lohnt sich hier. Nicht jedes Angebot ist gut. Nicht jede Prämie sinnvoll.
Lohnt sich Meilen sammeln wirklich für Normalos?
Kurz: Ja.
Lang: Wenn du bereit bist, dich ein bisschen damit zu beschäftigen.
Du brauchst:
- keine Luxus-Ausgaben
- kein Vielflieger-Leben
- kein Finanzstudium
Du brauchst:
- eine gute Kreditkarte
- etwas Geduld
- einen klaren Plan
Und genau den bauen wir hier Schritt für Schritt auf.
Was dich in dieser neuen Blog-Rubrik erwartet ✨
Das hier ist der Startpunkt. In den nächsten Artikeln gehen wir tiefer rein, zum Beispiel:
- Welche Kreditkarte passt wirklich zu dir?
- Amex Punkte in Meilen umwandeln Schritt für Schritt
- Payback Hacks für schnelleres Sammeln
- Gute und schlechte Einlösungen
- Typische Fehler und wie du sie vermeidest
Ziel: Mehr reisen für weniger Geld. Ohne Stress. Ohne Bullshit.
Fazit: Meilen sammeln ist kein Hexenwerk
Es ist eher wie ein gutes Spiel. Mit Regeln. Und wenn du sie einmal verstanden hast, willst du nicht mehr ohne.
Mein Tipp:
Starte nicht perfekt. Starte bewusst. Und fang an, deine Ausgaben für dich arbeiten zu lassen.




